Sanierung der historischen Brunnenstube in Mötzelbach
Ein Stück Ortsgeschichte bewahren und die Wasserversorgung für Notfälle sichern
Mötzelbach ist ein kleines Angerdorf, das sich von seiner Kirche auf einer Bergkuppe sanft bis in das Tal des Etzelbachs erstreckt. Aufgrund seiner Lage auf einer Hochfläche und des wasserdurchlässigen Sandsteins im Untergrund war die Wasserversorgung hier schon immer eine besondere Herausforderung. Das benachbarte Dorf Benndorf wurde einst sogar wegen Wassermangels aufgegeben.
Früher verfügte jeder Hof in Mötzelbach über einen eigenen Brunnen. Diese trockneten jedoch im Laufe des Jahres häufig aus. Eine zuverlässige Wasserquelle für Mensch und Vieh befand sich am unteren Dorfende. Dort tritt das auf der Hochfläche versickerte Wasser aufgrund einer wasserundurchlässigen Tonschicht ganzjährig wieder an die Oberfläche. Die Quelle wurde in einer sogenannten Brunnenstube gefasst und sicherte über viele Generationen die Wasserversorgung des Ortes.
Das überschüssige Wasser der Brunnenstube speist den unmittelbar darunter angelegten Brauteich. Auf dessen Damm befindet sich noch heute ein separates Flurstück, auf dem einst das gemeindliche Brauhaus stand. Das Braurecht hatte die Gemeinde Mötzelbach um das Jahr 1720 von der Kirche erworben. Auch das zum Bierbrauen benötigte Wasser stammte aus der Brunnenstube.
Die Brunnenstube selbst ist ein kleines, in die Erde gebautes Bauwerk aus sorgfältig behauenen Sandsteinblöcken. Besonders das Eingangsportal zeugt von traditioneller Steinmetzkunst. Das mit Erde bedeckte Dach fügt sich nahezu unsichtbar in die darüberliegende Wiese ein. Noch bis in die 1970er Jahre wurde der Gemeindebrunnen zur Wasserversorgung genutzt.
Sanierung in den Jahren 2026 und 2027
Inzwischen hat die Zeit deutliche Spuren an dem historischen Bauwerk hinterlassen. Um die Brunnenstube dauerhaft zu erhalten, soll sie in den Jahren 2026 und 2027 umfassend saniert werden.
Das Vorhaben geht auf eine private Initiative zurück. Ziel der Sanierung ist es, die historische Bausubstanz zu bewahren und den ehemaligen Gemeindebrunnen wieder für eine mögliche Notwasserversorgung des Ortes zugänglich zu machen.
Gerade angesichts zunehmend heißer und trockener Sommer wird deutlich, wie wertvoll natürliche Wasserquellen sind. Die Brunnenstube ist damit nicht nur ein bedeutendes Zeugnis der Mötzelbacher Ortsgeschichte, sondern auch ein Ort, der die Bedeutung einer gesicherten Wasserversorgung bis heute vor Augen führt.
Mit der Sanierung soll dieses besondere Stück Heimatgeschichte für kommende Generationen bewahrt und zugleich ein Beitrag zur Vorsorge für mögliche Notlagen geleistet werden.
Förderung des Projekts
Das Vorhaben ist ein Projekt der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und wird von der Europäischen Union kofinanziert. Der Förderhinweis weist zudem auf den Freistaat Thüringen und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum hin.
Mötzelbach ist ein kleines Angerdorf, das sich von seiner Kirche auf einer Bergkuppe sanft bis in das Tal des Etzelbachs erstreckt. Aufgrund seiner Lage auf einer Hochfläche und des wasserdurchlässigen Sandsteins im Untergrund war die Wasserversorgung hier schon immer eine besondere Herausforderung. Das benachbarte Dorf Benndorf wurde einst sogar wegen Wassermangels aufgegeben.
Früher verfügte jeder Hof in Mötzelbach über einen eigenen Brunnen. Diese trockneten jedoch im Laufe des Jahres häufig aus. Eine zuverlässige Wasserquelle für Mensch und Vieh befand sich am unteren Dorfende. Dort tritt das auf der Hochfläche versickerte Wasser aufgrund einer wasserundurchlässigen Tonschicht ganzjährig wieder an die Oberfläche. Die Quelle wurde in einer sogenannten Brunnenstube gefasst und sicherte über viele Generationen die Wasserversorgung des Ortes.
Das überschüssige Wasser der Brunnenstube speist den unmittelbar darunter angelegten Brauteich. Auf dessen Damm befindet sich noch heute ein separates Flurstück, auf dem einst das gemeindliche Brauhaus stand. Das Braurecht hatte die Gemeinde Mötzelbach um das Jahr 1720 von der Kirche erworben. Auch das zum Bierbrauen benötigte Wasser stammte aus der Brunnenstube.
Die Brunnenstube selbst ist ein kleines, in die Erde gebautes Bauwerk aus sorgfältig behauenen Sandsteinblöcken. Besonders das Eingangsportal zeugt von traditioneller Steinmetzkunst. Das mit Erde bedeckte Dach fügt sich nahezu unsichtbar in die darüberliegende Wiese ein. Noch bis in die 1970er Jahre wurde der Gemeindebrunnen zur Wasserversorgung genutzt.
Sanierung in den Jahren 2026 und 2027
Inzwischen hat die Zeit deutliche Spuren an dem historischen Bauwerk hinterlassen. Um die Brunnenstube dauerhaft zu erhalten, soll sie in den Jahren 2026 und 2027 umfassend saniert werden.
Das Vorhaben geht auf eine private Initiative zurück. Ziel der Sanierung ist es, die historische Bausubstanz zu bewahren und den ehemaligen Gemeindebrunnen wieder für eine mögliche Notwasserversorgung des Ortes zugänglich zu machen.
Gerade angesichts zunehmend heißer und trockener Sommer wird deutlich, wie wertvoll natürliche Wasserquellen sind. Die Brunnenstube ist damit nicht nur ein bedeutendes Zeugnis der Mötzelbacher Ortsgeschichte, sondern auch ein Ort, der die Bedeutung einer gesicherten Wasserversorgung bis heute vor Augen führt.
Mit der Sanierung soll dieses besondere Stück Heimatgeschichte für kommende Generationen bewahrt und zugleich ein Beitrag zur Vorsorge für mögliche Notlagen geleistet werden.
Förderung des Projekts
Das Vorhaben ist ein Projekt der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und wird von der Europäischen Union kofinanziert. Der Förderhinweis weist zudem auf den Freistaat Thüringen und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum hin.