23.Okt.2014 - Rundgang durch unsere Gemeinde

Blick auf GroßkochbergBeginnen wollen wir unsere kleine Wanderung durch die Gemeinde im größten Ort Uhlstädt, bekannt durch die Flößerei und seit 1999 staatlich anerkannter Erholungsort. Sehenswertes: Ein Aquädukt leitet den Uhlsbach über die Mühllache. Eine seltene Doppelradanlage trieb einst die Wassermühle an, von der noch Reste stehen. Ein Wappenstein von 1532 erinnert an die Herrschaft derer von Kochberg. An der Dorfkirche sind noch Bauteile aus dem 12. Jh. zu erkennen. In der Nähe des Sportzentrums zeigt das Flößereimuseum Erinnerungsstücke zur Saaleflößerei. Von April bis Oktober kann man Floßfahrten auf der Saale zwischen Kirchhasel und Uhlstädt buchen. Wanderer zieht es in die Uhlstädter Heide, zum Kienberg (mit Aussicht) und zum Kreuzenberg. Ein beliebtes Ausflugsziel in der Uhlstädter Heide ist die Kirchenruine Töpfersdorf nur wenige Meter abseits vom Naturlehrpfad "Saalleiten" gelegen. Die Töpfersdorfer Glocke wird vor der Dorfkirche (1408) von Niederkrossen aufbewahrt. Auch die kleine Kirche von Weißbach, etwas außerhalb des Ortes am Waldesrand gelegen, wird gern besucht. Hier beginnt das Naturschutzgebiet "Uhlstädter Heide" mit seinem weit verzweigten Wanderwegenetz.

In Oberkrossen einem kleinen Ort am Rande der Heide, am rechten Ufer der Saale gelegen, lohnt es sich, einen Abstecher in das dortige Sägewerk  zu machen, das seit einiger Zeit auf der Liste der Technischen Denkmale in Thüringen steht. Hier kann man sowohl eine historische, in den letzten Jahren rekonstruierte Dampflokomobile bewundern, als auch das alte Sägegatter in Betrieb sehen.

Auf einem 40 m hohen Felssporn thront die Weißenburg (1792 nach Brand neu errichtet, im Kern 13. Jh.)hoch über der Saale bei Weißen. Schon Goethe wanderte von Schloss Kochberg gern hierher.

Als Kochberger Vorwerk diente Weitersdorf vom Gut sind aber nur Reste übrig geblieben. Dafür hat sich nördlich der Ortslage eine turmlose romanische Kapelle (12. Jh.) erhalten, nahebei ein riesiges Sandsteinkreuz. Wandert man auf dem Thüringenweg, der von Rudolstadt über Teichweiden und Weitersdorf führt, von der Kapelle aus weiter in nordöstlicher Richtung, erreicht man nach ca. 2 km Großkochberg. Bekannt ist der Ort vor allem durch die Goethe - Gedenkstätte Schloss Kochberg, die neben dem Museum ein Hotel mit Restaurant beherbergt. Sehenswert sind aber auch der Schlosspark und das Liebhabertheater.

Hoch über dem Nachbarort Kleinkochberg steht auf dem Hummelsberg (508 m) der Luisenturm, von dem aus man eine herrliche Weitsicht bis nach Weimar und in die Kammlagen des Thüringer Waldes, bei klarem Wetter sogar bis zum Brocken, genießen kann.

Attraktion des idyllischen "Hexengrundes" ist die Burgruine Schauenforst bei Rödelwitz. Im Hexengrund liegt auch Dorndorf, in dem eine Wölbbrücke (18. Jh.), schöne Fachwerkhäuser und die Dorfkirche mit Walmdach ins Auge fallen. Die Obermühle am Wiedbach nutzt noch heute die Wasserkraft für den Betrieb eines Sägewerkes. Talaufwärts imponiert Engerda mit seiner Dorfkirche,
an der sich mit dem Portal und einem Rundbogenfenster romanische Bauteile (12. Jh.) erhalten haben. Im Innern ein Altarschrein der Nürnberger Schule (1503/05). Zu Pfingsten versammeln sich Gläubige bei den Steinkreuzen an der Lindenallee zwischen Hoher Straße und Spaalhaus (Schmiedener Flur). Ein Schnitzaltar der "Meckfelder Meister" rückt die Dorfkirche in Kirchhasel ins Blickfeld Kunstinteressierter. Der Kirchturm erinnert in seinem unteren Teil an einen Wartturm (14. Jh.). Eine Steintafel neben dem Südportal zeigt das "Kirchhaseler Hammermännchen". Über zwei befestigte Siedlungskerne verfügte Kolkwitz im Mittelalter - die Kirche und den Edelhof. In dem einmalig schönen Fachwerkbau des einstigen Adelsitzes "Edelhof" residiert heute ein Hotel. Im einstigen Jagdschloss Hirschhügel (um 1830) in Kuhfraß im oberen Hirschgrund befindet sich heute ein Pflegeheim. Ländlich idyllisch präsentiert sich das benachbarte Angerdorf Mötzelbach, im Bereich des Angerteiches stehen drei Sühnekreuze. Ein spätgotischer Schnitzaltar und eine Sakramentsnische (um 1500) haben die Dorfkirche von Oberhasel im Haselbachtal bekannt gemacht.