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Tourismus - Erlebenswertes in der Umgebung

 

Bad BlankenburgBad Blankenburg ist eines dieser beschaulichen Städtchen unserer Region, bei denen es geradezu unmöglich ist, einfach vorbeizufahren.

GreifensteinGelegen zu Füßen des Greifensteins, einer der größten einstigen Feudalburgen Deutschlands, deren Geschichte sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, ist Bad Blankenburg einer der ältesten Kurorte Deutschlands. Auf der alten Burg ist übrigens auch ein Falkner zu Hause, der vom 1. April bis 30. Oktober täglich außer montags von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr und zusätzlich für Gruppen und Schulklassen von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr nach Voranmeldung zu Flugvorführungen mit Wanderfalken, Adlern und Kondor einlädt. Außerdem ist die alte Burganlage einmal im Jahr, wenn die Maifeuer entzündet werden, einer der Anziehungspunkte für Besucher und natürlich für Hexen und Teufel der Region, um den Winter auszutreiben.

AdlerFalkner

In Anlehnung an frühere Traditionen wird seit 1997 das Lavendelfest mit der Krönung einer Lavendelkönigin gefeiert.
Veranstaltungstermin ist immer das zweite Wochenende im  August.

Friedrich Fröbel

Bekanntester Bürger der Stadt war übrigens der weltweit bekannte Pädagoge Friedrich Fröbel, der 1837 in die Kurstadt zog und dort 1840 den ersten Kindergarten Deutschlands eröffnete. Im zu Ehren gibt es in Bad Blankenburg eine weitere Außenstelle des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg.

Das Haus über dem Keller
Johannisgasse 4
07422 Bad Blankenburg

Tel.: 036741–2565
Fax: 036741–47311

Im „Haus über dem Keller“, das vom Bad Blankenburger Marktplatz aus innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen ist, schlug die Geburtsstunde des Kindergartens. Dort erprobte der Pädagoge Friedrich Fröbel 1839 seine so genannten „Spielgaben“ mit den Kindern der Kurstadt. 1840 prägte er den Begriff „Kindergarten“, der in den pädagogischen Sprachschatz der ganzen Welt einging. Fröbel (1782-1852) leitete mit der Gründung dieses ersten Kindergartens in Blankenburg eine pädagogische Revolution auf dem Gebiet der Kleinkindererziehung ein.

In der Ausstellung werden der Lebensweg Fröbels, seine Ideen, sein Wirken und die Auswirkungen seiner Arbeit bis heute beschrieben. Zu sehen ist auch erhaltenes Mobiliar aus Fröbels Bad Blankenburger Wohnung. Und natürlich darf im Museum in Bad Blankenburg auch ein "Kindergarten-Zimmer" nicht fehlen, in dem die kleinen Besucher Möglichkeiten zum Spielen und Basteln finden.

 

WatzdorfVon Bad Blankenburg ist es, fährt man Richtung Königsee auf der B88, nur noch ein Katzensprung bis nach Watzdorf. In dem kleinen Ort wird schon seit Jahren Bier gebraut. Erstmals wurde 1411 Bier in Watzdorf gebraut. Heute ist das Unternehmen eine Erlebnisbrauerei, in der in Führungen gezeigt wird, wie das Bier gebraut wird. Im Gebäude der Brauerei gibt es zudem noch ein Brauereimuseum zu bestaunen.

 Brauereimuseum WatzdorfBrauereimuseum Watzdorf innen

Gruppen sollten sich vorher telefonisch (036741-6160) oder auf der Homepage der Watzdorfer Traditionsbrauerei anmelden.

 

Das Schwarzatal

SchwarzatalEin weiteres lohnenswertes Ziel, von Bad Blankenburgs Zentrum mit dem Auto in nur einigen Minuten zu erreichen, ist das Schwarzatal. Direkt am malerischen Flüsschen Schwarza entlang führt die Straße tief durch das Tal hindurch. Auf der Gegenseite des Flusses ist ein Rad & Wanderweg angelegt. Ebenso eindrucksvoll sind die Ausblicke auf dem Höhenweg entlang der Schwarza, vorbei an Griesbachfelsen, Teufelstreppe und Trippstein.

 

Schwarzburg & SitzendorfVon Bad Blankenburg aus sind es dann etwa zehn Kilometer bis zum Ort Schwarzburg, wo sich die gleichnamige Ruine eines weiteren Schlosses der Fürsten zu Schwarzburg Rudolstadt befindet. Zur Ruine wurde das imposante Gebäude während des zweiten Weltkrieges. Das Schloss sollte zu einem "Reichsgästehaus des Reiches" ausgebaut werden sollte. Die umfangreichen Arbeiten, denen viele Teile des alten Schlosses zum Opfer fielen, wurden zwar begonnen, aber nicht fertig gestellt. Erhalten geblieben ist nur das Kaisersaalgebäude, welches in den 60er Jahren restauriert wurde und heute im Kaisersaal die Gemälde deutscher Kaiser zeigt.

SchwarzburgÖffnungszeiten Kaisersaal
April bis Oktober
Mo bis So 10.00 und 18.00 Uhr
November bis März nur in den Ferien und an Feiertagen 10.00 und 18.00 Uhr

Eintritt
1,50 € / 1,00 € ermäßigt
Kinder bis 5 Jahre frei
Kindergruppen je Kind 0,50 €

Weitere Informationen zum Schloss bekommen Sie hier!

Von der Terrasse des einstigen Schlosses hat man übrigens einen wunderbare Aussicht und schaut man Richtung Südwesten, sieht man im Tal schon die Dächer des Ortes Sitzendorf. Dort befindet sich auf dem Gelände der weltberühmten Sitzendorfer Porzellanmanufaktur, wo 1760 der Theologe und Alchemist Macheleid unabhängig von Böttcher das Geheimnis des Porzellans entdeckte. Auf dem Gelände der Porzellanmanufaktur findet man das ebenso berühmte Regionalmuseum Dampfmaschine. In dem gibt es neben technischen Einmaligkeiten, wie den kleinsten funktionsfähigen Dampfmaschinen der Welt, gebaut vom Mechaniker Ulrich Hintzler und 1997 im Guinessbuch der Rekorde beschrieben, auch allerhand kurioses über den Rasselbock und die Jagd nach dem seltenen Tier zu erfahren.

Geöffnet hat das kleine aber feine Museum
Mo bis Fr 10.00 - 18.00 Uhr
Sa, So und Feiertage 10.00 und 17.00 Uhr

RasselbockjagdUnd weil die Sitzendorfer in der Jagd auf das Fabelwesen so richtige Experten sind, laden sie auch einmal im Jahr zur großen Rasselbockjagd und einem Fest dazu ein. Dann sind unter anderem auch Prominente aus der Region bei der Jagd auf den Rasselbock mit von der Partie. Im Festzelt wird zu Bauerntheater eingeladen, in dessen Geschichten es natürlich immer um den Rasselbock geht. Für gewöhnlich findet das Fest immer Anfang Mai statt.

LawerworschtkönigUnd weil die Sitzendorfer so gerne feiern und dazu gern eine ordentliche Lawerworscht essen, gibt es in Sitzendorf einmal im Jahr einen Lawerworscht-Kongress (Wettbewerb in der Leberwurst-Herstellung). Und dabei wird natürlich auch ein Lawerwurschtkönig für die schönste und leckerste "Worscht" gekürt.

 

LichtetalSollten Sie nun noch einwenig Zeit haben, dann können Sie Ihren Weg durchs Schwarzatal fortsetzen. Nur ein paar hundert Meter nach Sitzendorf können Sie nach links über eine Brücke die Schwarza überqueren und schon befindet man sich im Lichtetal, wo die Lichtetalbahn zu Hause ist. Mit ihr kann man zum Beispiel zu einem der größten Bauprojekte unserer Region, der Lichtetalsperre fahren. Von einer eigens dafür eingerichteten Aussichtsplattform bietet sich ein beeindruckender Blick auf die Trinkwassertalsperre im Lichtetal.


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 18:58 Uhr