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Brief an Bundesminister Tiefensee Drucken E-Mail
Bürger für Bürger - Umgehungsstraße Uhlstädt
Freitag, den 05. Juni 2009 um 18:14 Uhr

Nach der Bürgerversammlung wurde folgender Brief an Bundesminister Tiefensee verfasst:

 

 
 
Interessengemeinschaft B 88                                                       Uhlstädt, 28.05.2009
z. H. Herrn Ulrich Schulz
Kleinkrossen 17b
07407 Uhlstädt-Kirchhasel
 
 
Herrn Bundesminister Tiefensee
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
 
 
 
 
Umgehungsstraße B 88, Abschnitt Gemeinde Uhlstädt
 
 
Sehr geehrter Herr Bundesminister,
 
die Einwohner der Gemeinde Uhlstädt, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen,
nehmen mit freudiger Erwartung zur Kenntnis, dass sich die Realisierung der
Umgehungsstraße B 88 konkretisiert. Nach mehreren Jahrzehnten Diskussion um Verlaufsvarianten und Finanzierungsmöglichkeiten eines von allen Beteiligten und vor allem von den betroffenen Einwohnern Uhlstädts als dringend notwendig erachteten Projektes, ist dessen zeitnahe Realisierung nun in greifbarer Nähe.
Davon ausgehend, dass Ihrem Ministerium die detaillierten Pläne vorliegen, wollen wir Ihnen, sehr geehrter Herr Minister, unser Anliegen vortragen.
Die gegenwärtig favorisierte so genannte Südvariante dieser Umgehungsstraße ist, bedingt durch die berechtigten Einwände betroffener Einwohner, den Hochwasserschutz in einem hier engen Flusstal der Saale betreffend, durch notwendige Ingenieurbauten in ihrem Finanzierungsvolumen von ursprünglich
ca. 7 Mio. € auf mittlerweile geplante 24 Mio. € angestiegen. Diese Variante, jetzt mit dem Hochwasserschutz des Ortes unter Inkaufnahme von Kompromissen bedingt vereinbar, durchschneidet einen landschaftlich außerordentlich schönen Teil des Saaletales. Um die Realisierung dieser Umgehungsstraße nicht zu gefährden oder auch nur zu verzögern, wurde durch die Einwohner Uhlstädts die Verlaufsvariante Tunnel Kienberg–Kreuzenberg auch wegen der ursprünglich erheblichen Differenz im Finanzierungsvolumen (ca. 7 zu ca. 32 Mio. â‚¬) bisher nicht ernsthaft erwogen.
Wie oben erwähnt, stellt sich die Situation nun erheblich anders dar. Die Differenz des Finanzierungsaufwandes zwischen einer für den Ort hinsichtlich Hochwasser, Lärmimmission und Landschaftsverbrauch nachhaltigen Variante und der gegenwärtigen Planung mit ihren doch erheblichen Kompromissen ist mittlerweile auf ein Maß gesunken, dass die ernsthafte Erwägung dieser Tunnelvariante geboten scheinen lässt. Eventuell ist das ursprünglich angedachte Finanzierungsvolumen eines Tunnels durch Optimierung des Projektes noch zu senken.
Sehr geehrter Herr Minister, seien Sie versichert, dass uns durchaus bewusst ist, dass Ihre Verantwortung weit über die Detailplanung einer Gemeindeumgehungsstraße hinausreicht. Trotzdem wagen wir – legitimiert im Namen der Einwohner von Uhlstädt zu schreiben – uns an Sie zu wenden. Bitte prüfen Sie mit gebotener Verantwortung, ob sich eine zukunftsorientierte, ein wunderschönes Landschaftsbild erhaltende und für unseren Wohnort in jeder Hinsicht optimale Verlaufsvariante – Tunnel Kienberg-Kreuzenberg – unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit realisieren lässt. Wir bitten Sie weiterhin, uns einen möglichen zeitlichen Rahmen für die Realisierung dieser Umgehungsstraße mitzuteilen.
Auf eine positive Antwort hoffend verbleiben wir mit großer Hochachtung
freundlichst
 
Die Interessengemeinschaft Umgehungsstraße Uhlstädt.

 



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 11:27 Uhr